Eine Blogparade ist eine zeitlich oder thematisch zusammenhängende Mitmachaktion, bei der mehrere Bloggerinnen und Blogger auf ihren eigenen Blogs Beiträge zu einem gemeinsamen Thema veröffentlichen. Ausgangspunkt ist ein Aufruf eines Blogs. Andere Blogs greifen das Thema auf, betrachten es aus ihrer eigenen Perspektive und veröffentlichen dazu eigenständige Artikel. Die einzelnen Beiträge bleiben auf den jeweiligen Blogs bestehen, werden aber durch das gemeinsame Thema und meist durch Verlinkungen miteinander verbunden. Genau diese dezentrale Struktur unterscheidet eine Blogparade von einer gewöhnlichen Artikelsammlung auf nur einer Website.

Die Blogparade in einem Satz erklärt

Kurz gesagt: Bei einer Blogparade stellt ein Blog ein Thema zur Diskussion und andere Blogs antworten darauf mit eigenen Beiträgen. Aus einer Frage oder einem Gedanken entsteht dadurch keine einzelne Antwort, sondern eine Sammlung unabhängiger Sichtweisen. Das Medienlexikon mediensprache.net definiert die Blogparade entsprechend als Initiative, bei der ein Blogger ein Thema vorgibt, auf das andere Blogger innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit eigenen Beiträgen reagieren. Als alternative Bezeichnung wird dort ausdrücklich „Blogkarneval“ genannt.

Was ist eine Blogparade? Definition, Bedeutung und Synonyme auf blogparade.net
So läuft eine Blogparade ab

Das Entscheidende ist die Eigenständigkeit der Beiträge

Eine Blogparade besteht nicht daraus, dass mehrere Menschen Texte auf derselben Website veröffentlichen. Die Beteiligten schreiben normalerweise auf ihren eigenen Blogs. Ein Reiseblog kann dieselbe Ausgangsfrage völlig anders behandeln als ein Familienblog, ein Fachblog oder ein persönliches Tagebuch. Jeder Artikel gehört weiterhin zum jeweiligen Blog und soll auch unabhängig von der Blogparade lesbar sein. Erst durch den gemeinsamen Anlass entsteht die Verbindung zwischen den Texten.

Ein gemeinsames Thema hält die Blogparade zusammen

Das verbindende Element ist das Thema. Es kann eine konkrete Frage, eine These, eine persönliche Erfahrung oder ein weit gefasster Gedankenanstoß sein. Dabei müssen die Beiträge keineswegs zu demselben Ergebnis kommen. Im Gegenteil: Gerade unterschiedliche Auffassungen gehören zum Charakter einer Blogparade. Ein Thema wird gewissermaßen gleichzeitig an verschiedenen Orten des Webs betrachtet. Dadurch kann aus einer einzigen Fragestellung ein ungewöhnlich breites Bild entstehen.

Eine Blogparade ist eine dezentrale Diskussion

Heute sind wir daran gewöhnt, Diskussionen unter einem zentralen Social-Media-Beitrag zu führen. Eine Blogparade funktioniert anders. Die Diskussion verteilt sich über mehrere Websites. Jeder Teilnehmer besitzt seinen eigenen Raum, kann einen Gedanken ausführlich entwickeln und bestimmt selbst über Form und Umfang seines Beitrags. Der Zusammenhang entsteht erst durch die Verbindung dieser verschiedenen Veröffentlichungen. Eine Blogparade lässt sich deshalb auch als dezentrale Form des digitalen Austauschs verstehen.

Es gibt einen Ausgangspunkt und viele eigenständige Antworten

Im Zentrum steht der ursprüngliche Aufruf. Von dort verzweigt sich das Thema auf andere Blogs. Die Teilnehmerbeiträge können wiederum Leser zum Ausgangspunkt oder zu weiteren Beiträgen führen. Man kann sich die Struktur deshalb weniger wie eine lineare Diskussion und eher wie ein kleines Netz vorstellen: Ein gemeinsames Thema verbindet mehrere eigenständige Veröffentlichungen miteinander.

Der Ablauf gehört zur Definition, aber nicht zum Wesen des einzelnen Beitrags

In seiner klassischen Form beginnt eine Blogparade mit einem Aufruf. Anschließend veröffentlichen andere Blogger ihre eigenen Beiträge zum Thema und machen den Veranstalter darauf aufmerksam. Die Beiträge werden gesammelt oder in einer späteren Zusammenfassung zusammengeführt. Damit ist der grundlegende Ablauf bereits beschrieben. Wie eine Blogparade konkret geplant, formuliert und organisiert wird, ist dagegen eine eigene Frage. Dafür gibt es auf blogparade.net den ausführlichen Ratgeber „Eine Blogparade veranstalten“.

Veranstalter und Teilnehmer haben unterschiedliche Rollen

Was ist eine Blogparade? Definition, Bedeutung und Synonyme auf blogparade.net

Eine Blogparade kennt mindestens zwei Rollen. Der Veranstalter eröffnet das Thema und bildet den gemeinsamen Bezugspunkt. Die Teilnehmer greifen dieses Thema auf und machen daraus eigene Veröffentlichungen. Hinzu kommen die Leser, die über einen Beitrag auf andere Perspektiven stoßen können. Ein Teilnehmer kann bei der nächsten Blogparade selbst Veranstalter sein. Die Rollen sind also nicht dauerhaft festgelegt.

Die Blogparade gehört zur Blogosphäre

Der Begriff Blogosphäre bezeichnet die Gesamtheit und das soziale Umfeld von Blogs. Gerade aus dieser Kultur heraus lässt sich das Prinzip der Blogparade verstehen. Blogs stehen nicht zwangsläufig isoliert nebeneinander. Sie kommentieren einander, setzen Links, reagieren auf Artikel anderer und greifen Gedanken weiter auf. Eine Blogparade gibt dieser ohnehin vorhandenen Kommunikation für eine gewisse Zeit ein gemeinsames Thema.

Eine Blogparade braucht keine einheitliche Meinung

Das Wort „Parade“ kann zunächst so wirken, als würden alle Beteiligten gemeinsam in dieselbe Richtung marschieren. Inhaltlich ist gerade das nicht notwendig. Eine Blogparade kann zustimmende, ablehnende, persönliche, wissenschaftliche, humorvolle oder völlig unerwartete Beiträge enthalten. Gemeinsam ist den Texten lediglich ihr Bezug zum Ausgangsthema. Die unterschiedlichen Antworten sind kein Störfaktor, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Formats.

Blogparaden können persönlich oder fachlich sein

Es gibt praktisch keine feste thematische Begrenzung. Persönliche Blogparaden können nach Erfahrungen, Erinnerungen, Entscheidungen oder Vorlieben fragen. Fachliche Blogparaden beschäftigen sich beispielsweise mit Bildung, Technik, Wirtschaft, Fotografie oder Wissenschaft. Andere Aktionen behandeln gesellschaftliche Fragen, Reisen, Familie, Literatur, Ernährung oder Kultur. Das Format beschreibt also nicht den Inhalt, sondern die Art, wie mehrere Blogs rund um einen gemeinsamen Ausgangspunkt miteinander verbunden werden.

Nicht jede Blogparade besteht nur aus Meinungsartikeln

Auch die Form der Beiträge kann variieren. Ein Beitrag kann eine persönliche Geschichte erzählen, eine These diskutieren, Erfahrungen zusammentragen oder ein Thema fachlich analysieren. Ebenso können Fotos, Grafiken, Rezepte, Anleitungen oder andere Inhalte eine Rolle spielen, wenn sie zum jeweiligen Aufruf passen. Schon ältere Beschreibungen des Formats nennen neben Textbeiträgen beispielsweise Stellungnahmen, Infografiken, Zeichnungen und Fotos als mögliche Reaktionen auf einen Blogparaden-Aufruf.

Die zeitliche Begrenzung ist typisch, aber nicht das eigentliche Thema

Traditionelle Blogparaden besitzen meistens einen festgelegten Teilnahmezeitraum. Dadurch lässt sich irgendwann feststellen, welche Beiträge zur jeweiligen Aktion gehören. Die Frist ist jedoch ein organisatorisches Merkmal und nicht der inhaltliche Kern. Entscheidend bleibt, dass mehrere unabhängige Blogs auf denselben thematischen Ausgangspunkt reagieren.

Blogparaden können einmalig oder wiederkehrend sein

Viele Blogparaden werden für ein einzelnes Thema gestartet und nach dem vorgesehenen Zeitraum beendet. Daneben gibt es wiederkehrende Bloggeraktionen, die regelmäßig ein neues Thema oder einen neuen Termin erhalten. Bei solchen Formaten können die Grenzen zu Challenges, Linkpartys und anderen Blogaktionen verschwimmen. Deshalb ist nicht jede regelmäßig stattfindende Bloggeraktion automatisch eine klassische Blogparade.

Was ist eine Blogparade? Definition, Bedeutung und Synonyme auf blogparade.net

Woher kommt die Blogparade?

Die deutschsprachige Blogparade steht historisch in Verbindung mit dem englischsprachigen „Blog Carnival“. Bereits in der frühen Blogkultur wurden Beiträge verschiedener Blogs zu einem gemeinsamen Thema gesammelt und miteinander verbunden. Im deutschsprachigen Raum war dafür zunächst unter anderem die Übersetzung „Blogkarneval“ gebräuchlich. 2007 wurde öffentlich darüber diskutiert, den aus dem Englischen übernommenen Begriff durch die verständlichere Bezeichnung „Blog-Parade“ zu ersetzen. Robert Basic beschrieb das damalige Prinzip sehr knapp als gemeinsames Blogprojekt: ein Thema, viele schreiben, einer fasst zusammen.

Blogparade und Blogkarneval meinen grundsätzlich dasselbe

Das wichtigste echte Synonym für Blogparade ist „Blogkarneval“. Beide Begriffe werden für dasselbe Grundprinzip verwendet. In älteren Texten begegnet uns der Begriff „Blogkarneval“ häufiger, während sich heute im deutschsprachigen Raum vor allem „Blogparade“ etabliert hat.

Blog-Parade ist nur eine andere Schreibweise

„Blog-Parade“ mit Bindestrich bezeichnet kein anderes Format. Es handelt sich lediglich um eine Schreibvariante von „Blogparade“. Gerade ältere Artikel verwenden die Form mit Bindestrich häufig. Entsprechend sind auch „Blog-Karneval“ und „Blogkarneval“ lediglich unterschiedliche Schreibweisen derselben Bezeichnung.

Blog Carnival ist der englische Begriff

„Blog Carnival“ beziehungsweise „Blog-Carnival“ ist die englischsprachige Bezeichnung, aus deren Umfeld die deutsche Blogparade hervorgegangen ist. Je nach historischem Format konnten Blog Carnivals etwas anders organisiert sein als heutige deutsche Blogparaden. Das Grundprinzip – mehrere Blogs beschäftigen sich mit einem gemeinsamen Thema und werden anschließend zusammengeführt – ist jedoch eng verwandt. In deutschsprachigen Diskussionen wurden „Blog-Carnival“, „Blog-Karneval“ und „Blog-Parade“ deshalb lange nebeneinander verwendet.

Bloggerparade ist eine seltenere alternative Bezeichnung

Gelegentlich finden wir auch „Bloggerparade“ oder „Blogger-Parade“. Sprachlich steht dabei nicht der Blog, sondern die Person dahinter im Mittelpunkt. Gemeint ist normalerweise dasselbe oder zumindest ein sehr ähnliches Format: Mehrere Blogger veröffentlichen Beiträge zu einem gemeinsamen Thema. Der Ausdruck ist allerdings wesentlich weniger etabliert als Blogparade oder Blogkarneval.

Was ist eine Blogparade? Definition, Bedeutung und Synonyme auf blogparade.net

Welche Synonyme und Schreibvarianten gibt es?

Als direkte Bezeichnungen oder Schreibvarianten begegnen uns vor allem Blogparade, Blog-Parade, Blogkarneval, Blog-Karneval, Blog Carnival, Blog-Carnival, Blogcarnival, Bloggerparade und Blogger-Parade. In älteren Materialien findet sich vereinzelt auch die Form „Blogskarneval“. Nicht jeder dieser Begriffe ist heute gleich gebräuchlich, sie gehören aber sprachlich und historisch zum selben Format. Die Bundeszentrale für politische Bildung verwendete beispielsweise „Blogkarneval“ und „Blogparade“ nebeneinander für solche internetbasierten Mitmachaktionen.

Blogaktion ist ein Oberbegriff und kein echtes Synonym

Eine Blogparade kann als Blogaktion bezeichnet werden, aber nicht jede Blogaktion ist eine Blogparade. Unter Blogaktionen können zahlreiche gemeinsame Projekte fallen: Adventskalender, Fotoprojekte, Challenges, Linkpartys oder andere Kooperationen. „Blogaktion“ beschreibt deshalb eine größere Kategorie, innerhalb derer die Blogparade ein bestimmtes Format darstellt.

Bloggeraktion bedeutet ebenfalls etwas Allgemeineres

Dasselbe gilt für „Bloggeraktion“. Der Ausdruck sagt zunächst nur, dass mehrere Blogger an einer Aktion beteiligt sind. Es muss weder einen gemeinsamen Blogartikel als Ausgangspunkt noch unabhängige Beiträge zu derselben Fragestellung geben. Bloggeraktion ist deshalb ein nützlicher verwandter Suchbegriff, aber kein präzises Synonym für Blogparade.

Mitmachaktion beschreibt nur einen Teil des Prinzips

Auch „Mitmachaktion“ ist weiter gefasst. Jede Blogparade ist eine Mitmachaktion, weil andere zur Beteiligung eingeladen werden. Eine Mitmachaktion kann jedoch ebenso auf Instagram stattfinden, aus einem Fotowettbewerb bestehen oder Leser zu Kommentaren auffordern. Erst die eigenständigen Veröffentlichungen verschiedener Blogs und ihre thematische Verbindung machen daraus im engeren Sinn eine Blogparade.

Eine Webparade erweitert die Idee über Blogs hinaus

Der Begriff „Webparade“ wird teilweise bewusst verwendet, wenn nicht nur Besitzer eines eigenen Blogs teilnehmen sollen. Manche Veranstalter bezeichnen eine Aktion ausdrücklich als „Blog- und Webparade“, um Menschen ohne eigenes Blog einzubeziehen und damit die klassische Blogparade zu erweitern. Eine Webparade ist deshalb eher eine Weiterentwicklung oder Öffnung des Formats als ein vollkommen deckungsgleiches Synonym.

Eine Schreibaktion kann eine Blogparade sein, muss es aber nicht

Bei einer Schreibaktion erhalten mehrere Menschen einen gemeinsamen Schreibanlass. Wenn die daraus entstehenden Beiträge auf verschiedenen Blogs erscheinen und über einen zentralen Aufruf verbunden sind, ähnelt das stark einer Blogparade. Schreibaktionen können aber ebenso innerhalb einer einzigen Community, eines Forums oder einer Website stattfinden. Der Begriff beschreibt daher eher die Tätigkeit als die Struktur.

Eine Blogchallenge unterscheidet sich von einer Blogparade

Challenges stellen meist eine Aufgabe oder eine Serie von Aufgaben in den Mittelpunkt. Häufig gibt es einen festen Rhythmus, beispielsweise einen Beitrag pro Tag oder Woche. Bei einer Blogparade steht dagegen ein gemeinsames Thema und die Vielfalt unabhängiger Beiträge im Vordergrund. Beide Formen können sich überschneiden, sind aber nicht dasselbe.

Ein Blogstöckchen funktioniert anders

Das klassische Blogstöckchen wird von einem Blog zum nächsten weitergereicht. Ein Blogger beantwortet bestimmte Fragen und nominiert oder nennt anschließend weitere Blogger, die das „Stöckchen“ aufnehmen können. Eine Blogparade ist dagegen üblicherweise ein offener Aufruf an eine größere Zahl potenzieller Teilnehmer. Das Blogstöckchen ähnelt also eher einer digitalen Staffel, während die Blogparade einen gemeinsamen thematischen Treffpunkt schafft.

Was ist eine Blogparade? Definition, Bedeutung und Synonyme auf blogparade.net

Eine Blogtour ist keine Blogparade

Bei einer Blogtour stehen die beteiligten Stationen häufig bereits vorher fest. Ein Thema, eine Person, ein Projekt oder besonders häufig ein Buch „wandert“ nacheinander durch verschiedene Blogs. Jeder Blog übernimmt einen Teil der Tour. Bei einer Blogparade gibt es dagegen viele eigenständige Beiträge, die denselben Ausgangspunkt aufgreifen. Beide Formate verbinden Blogs miteinander, ihre Struktur ist jedoch unterschiedlich.

Eine Linkparty ist ebenfalls ein anderes Format

Bei einer Linkparty werden Beiträge verschiedener Blogs auf einer zentralen Seite gesammelt. Häufig dürfen dabei bereits bestehende Artikel verlinkt werden, solange sie zu einem bestimmten Themengebiet passen. Eine Blogparade beginnt dagegen mit einem gemeinsamen inhaltlichen Anlass, auf den die Beteiligten reagieren. Die Linkparty sammelt also in erster Linie passende Links, während die Blogparade eine gemeinsame Diskussion oder Auseinandersetzung anstößt.

Auch ein Round-up ist keine Blogparade

Bei einem Round-up stellt ein Autor Beiträge, Aussagen, Links oder Meinungen mehrerer Quellen in einem eigenen Artikel zusammen. Ein Expert Round-up kann beispielsweise zehn Fachleute dieselbe Frage beantworten lassen. Die Antworten landen aber meist auf der Website des Herausgebers. Bei einer Blogparade behalten die Teilnehmer ihre eigene Veröffentlichungsfläche. Das dezentrale Publizieren ist deshalb ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.

Gastbeiträge sind etwas anderes

Auch wenn bei einer Blogparade mehrere Autoren beteiligt sind, handelt es sich normalerweise nicht um Gastbeiträge. Ein Gastartikel erscheint auf dem Blog eines anderen Herausgebers. Der Beitrag einer Blogparade erscheint dagegen grundsätzlich im eigenen Blog des Teilnehmers. Manche moderne Aktionen erlauben Ausnahmen für Menschen ohne eigenen Blog, doch damit wird das klassische Format bereits erweitert.

Was macht eine Blogparade zur Blogparade?

Nicht ein einzelnes Merkmal entscheidet darüber. Typisch ist die Kombination aus einem gemeinsamen Ausgangsthema, mehreren unabhängigen Teilnehmern, eigenständigen Veröffentlichungen auf unterschiedlichen Blogs und einer Verbindung dieser Beiträge mit dem ursprünglichen Aufruf. Hinzu kommt häufig ein begrenzter Zeitraum und eine spätere Sammlung oder Zusammenfassung. Fehlen mehrere dieser Elemente, handelt es sich möglicherweise eher um eine andere Form der Bloggeraktion.

Muss eine Blogparade auf einem Blog stattfinden?

Die klassische Blogparade ist eng an Blogs gebunden – daher ihr Name. In der Praxis wurden die Grenzen im Laufe der Zeit lockerer. Manche Veranstalter akzeptieren Beiträge von Websites, Magazinen, Podcasts oder Social-Media-Kanälen. Solche offenen Formen können sinnvoll sein, sind begrifflich aber eher Erweiterungen des ursprünglichen Modells. Wer von einer klassischen Blogparade spricht, meint weiterhin Beiträge auf eigenständigen Blogs.

Kann ein Unternehmen an einer Blogparade beteiligt sein?

Der Begriff sagt nichts darüber aus, ob hinter einem Blog eine Privatperson, ein Unternehmen, ein Verein oder eine Organisation steht. Entscheidend ist die Form der Aktion, nicht die Rechtsform des Betreibers. Unternehmensblogs können deshalb ebenso Teil einer Blogparade sein wie persönliche Blogs. Welche Gründe es für Unternehmen oder Blogger geben kann, eine solche Aktion zu nutzen, gehört allerdings zur Frage nach dem Nutzen von Blogparaden und nicht zu ihrer Definition.

Was ist eine Blogparade? Definition, Bedeutung und Synonyme auf blogparade.net

Ist eine Blogparade dasselbe wie eine Diskussion?

Nicht ganz. Eine Diskussion kann vollständig in einem Kommentarbereich oder sozialen Netzwerk stattfinden. Bei einer Blogparade entsteht aus der Auseinandersetzung jeweils ein eigener veröffentlichter Inhalt. Die Reaktion erhält dadurch mehr Eigenständigkeit. Ein Teilnehmer antwortet nicht nur mit zwei Sätzen auf einen fremden Beitrag, sondern entwickelt die Fragestellung auf seinem eigenen Blog weiter.

Ist eine Blogparade dasselbe wie eine Artikelserie?

Nein. Eine Artikelserie besteht üblicherweise aus mehreren Beiträgen desselben Blogs oder derselben Redaktion. Bei einer Blogparade verteilen sich die Veröffentlichungen auf unterschiedliche Blogs und Autoren. Eine Serie kann aus einer Blogparade entstehen oder sie begleiten, ist strukturell jedoch etwas anderes.

Ist eine Blogparade dasselbe wie ein Forum?

Auch ein Forum sammelt unterschiedliche Meinungen zu einer Frage, allerdings innerhalb einer zentralen Plattform. Bei einer Blogparade bleiben die einzelnen Websites unabhängig. Genau darin zeigt sich ein Grundgedanke des offenen Webs: Wir müssen nicht alle auf derselben Plattform veröffentlichen, um miteinander über dasselbe Thema zu sprechen.

Blogparaden stammen aus einer anderen Phase des Internets

Das Format entstand in einer Zeit, in der Blogs und gegenseitige Links einen besonders wichtigen Teil der öffentlichen Online-Kommunikation bildeten. Social Networks spielten noch nicht dieselbe zentrale Rolle wie heute. Das erklärt viele typische Merkmale einer Blogparade: eigenständige Websites, Verlinkungen, Kommentare, Pingbacks und längere Beiträge. Trotzdem ist das Prinzip nicht zwingend an eine bestimmte technische Epoche gebunden.

Blogparaden und das heutige Social Web

Heute können wir eine Frage innerhalb von Sekunden auf einer sozialen Plattform veröffentlichen und zahlreiche kurze Antworten erhalten. Eine Blogparade setzt an einem anderen Punkt an. Die Reaktion wird selbst zu einem eigenen Inhalt auf einer eigenen Website. Social Media kann eine solche Aktion begleiten oder sichtbar machen, ersetzt aber nicht automatisch die Struktur der Blogparade. Gerade deshalb lassen sich traditionelle Blogkultur und heutige Plattformen durchaus miteinander verbinden.

Warum gibt es Blogparaden noch immer?

Diese Frage führt bereits über die reine Definition hinaus. Blogparaden können ganz unterschiedliche Funktionen haben: Austausch, Vernetzung, Inspiration, Sichtbarkeit oder einfach Freude am gemeinsamen Schreiben. Welche Vorteile sich daraus tatsächlich ergeben und weshalb wir an einer Blogparade teilnehmen oder selbst eine veranstalten könnten, behandeln wir deshalb bewusst getrennt in unserem Beitrag „Warum Blogparade?“.

Blogparade und Marketing sind ebenfalls ein eigenes Thema

Auch Marketing, Reichweite, Backlinks und Community-Aufbau können im Umfeld von Blogparaden eine Rolle spielen. Sie gehören jedoch nicht zur Definition des Formats. Eine private Blogparade ohne kommerzielles Ziel bleibt genauso eine Blogparade wie eine Aktion eines Unternehmens. Wer sich für diesen Aspekt interessiert, findet dazu unseren eigenen Beitrag über Blogparaden als Marketinginstrument.

Wo begegnen uns Blogparaden heute?

Blogparaden entstehen weiterhin dezentral auf den unterschiedlichsten Blogs. Genau deshalb sind sie nicht immer leicht zu entdecken. Es gibt keinen einzigen Ort, an dem eine Blogparade technisch stattfinden muss. Ein Aufruf kann auf einem persönlichen Blog, einem Fachblog oder einer Unternehmenswebsite erscheinen. Auf blogparade.net versuchen wir, solche Aktionen an einem gemeinsamen Ort sichtbar zu machen.

Was ist eine Blogparade? Definition, Bedeutung und Synonyme auf blogparade.net

Was ist blogparade.net?

blogparade.net ist eine spezialisierte Plattform rund um Blogparaden. Wir sammeln aktuelle Aufrufe aus unterschiedlichen Themenbereichen, stellen ausgewählte Blogparaden ausführlicher vor und bieten Hintergrundwissen zum Format. Dadurch treffen zwei Gruppen aufeinander: Blogger, die nach einer aktuellen Blogparade suchen, und Veranstalter, die auf ihre eigene Aktion aufmerksam machen möchten.

Von der Definition zur Teilnahme

Wer jetzt weiß, was eine Blogparade ist und selbst an einer teilnehmen möchte, findet auf der Startseite von blogparade.net den ausführlichen Bereich „An einer Blogparade teilnehmen“. Dort geht es nicht mehr um die Begriffsdefinition, sondern konkret darum, wie die Teilnahme funktioniert, wie ein eigener Beitrag eingebunden wird und wie er anschließend beim Veranstalter gemeldet wird.

Von der Definition zur eigenen Blogparade

Wer nicht nur teilnehmen, sondern selbst einen Aufruf starten möchte, findet alle praktischen Schritte im Ratgeber „Eine Blogparade veranstalten“. Dort behandeln wir bewusst jene Fragen, die auf dieser Definitionsseite nur am Rand vorkommen: Themenwahl, Denkanstöße, Teilnahmebedingungen, Laufzeit, Bewerbung und die Zusammenfassung der eingegangenen Beiträge.

Eine Blogparade finden oder selbst eintragen

Wer direkt loslegen möchte, kann sich die aktuellen Blogparaden auf blogparade.net ansehen. Veranstalter können ihre eigene Aktion über „Blogparade eintragen“ melden. Damit bleibt diese Seite das, was sie sein soll: die Antwort auf die grundlegende Frage, was eine Blogparade eigentlich ist – während die praktischen nächsten Schritte dort behandelt werden, wo sie hingehören.