Kinder sind Gewohnheitstiere – Mit diesen 6 Tipps werden Situationswechsel leichter

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Erziehende haben es nicht leicht. In den unterschiedlichen Phasen ihrer Entwicklung finden Kinder ständig neue Wege ihnen den letzten Nerv zu rauben. Es dauert Jahrzehnte, bis man sich schließlich auf Augenhöhe mit seinen Kindern trifft und diese Konflikte komplett hinter sich lassen kann. Ansonsten ist das Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern geprägt von unterschiedlichen Auffassungen. Die Eltern bemühen sich, alles unter einen Hut zu bekommen und die Kleinen bemühen sich, das Maximum an Spaß aus ihrem eigenen Leben zu holen. Da prallen im Alltag Welten aufeinander und an den Berührungspunkten gibt es mitunter große Reibungsflächen.

Ein Teil dessen, was Eltern an ihren Kindern garnicht so toll finden, ist der fehlende Überblick. Kinder leben grundsätzlich im Hier und Jetzt. Konkret heißt das, dass sie über die Konsequenzen ihres Handelns nicht so nachdenken, wie wir Erwachsene das machen. Sie handeln impulsiv und tun das, wozu sie gerade Lust haben. Dabei ist es egal, ob sie damit anecken, oder etwas beschädigen, das sie noch gebraucht hätten. Sie verschenken ihr Spielzeug und zerschneiden Kleidung, wenn es gerade zum Spiel passt. Das Leben als Kind ist erstaunlich einfach und mancher Erwachsener wünscht sich insgeheim, genauso unbeschwert und unbelastet, lächelnd durch Leben zu tapsen.

Aber der Ernst des Lebens macht auch vor dem kindlichsten Gemüt nicht halt. Im Fahrwasser der Eltern haben auch die Kleinen Termine. Man muss zum Kinderarzt, zum Turn-, Gesangs-, oder Tanzverein, trifft sich mit Freunden und Bekannten und es gibt auch sonst reichlich Termine. Termine, bei denen auch die Kinder mitkommen müssen. Alleine daheim ist keine Option. Kennt man das Gemüt der Kinder und die Unbarmherzigkeit der Uhr und kombiniert das mit einem recht dichten Tagesablauf, dann entstehen Konflikte. Das Kind fühlt sich da, wo es gerade ist, verdammt wohl. Es spielt gerade und hat keine Veranlassung das Spiel zu beenden. Wären da nicht Mama und Papa, die schon etwas spät dran sind und garkeine Zeit mehr haben, zu warten, bis Puppe und Teddy das letzte Stück unsichtbaren Kuchen gegessen haben.

Auf der einen Seite stehen also die Erwachsenen, die ein genau getaktetes Leben führen. Minuten, Stunden und Tage bestimmen ihr Leben und rund um Termine und vereinbarte Zeiten bleibt ihnen wenig Zeit, die Pflichten zu erledigen, die nicht zeitlich gebunden sind. Auf der anderen Seite stehen die Kinder. Man könnte sagen, dass ihnen alles egal ist. Das ist es aber nicht. In ihrer Welt gibt es auch viele wichtige Eckpunkte. Allerdings gehören Datum und Uhrzeit überhaupt nicht zu ihren Prioritäten. Sie wollen etwas zu essen, wenn sie Hunger haben und nicht, weil es zufällig 12h ist. Was später kommt ist erst später wichtig. Momentan ist der Moment und das, was das Kind gerade macht das einzige, das die Aufmerksamkeit bindet.

Birthe schreibt zusammen mit Verena auf ihrem gemeinsamen Blog über gewaltfreie Kommunikation. Ein spannendes Konzept, das Marshall B. Rosenberg, ein amerikanischer Psychologe entwickelt hat. Vereinfacht gesprochen geht es darum, nicht um seinen Standpunkt zu kämpfen, sondern das Gegenüber als Mensch wahrzunehmen und das eigene Ziel zu verändern. Gleichzeitig verändert man bei der gewaltfreien Kommunikation auch seine Sprache. Mehr dazu kannst Du bei Birthe und Verena nachlesen. Heute geht es um die Blogparade, zu der Birthe aufruft. Es geht darum, dass Kinder Probleme mit neuen Situationen haben. Sie selbst hat folgenden Aufruf über unser Meldeformular für Blogparaden übermittelt:

Warum fällt es Kinder oft so schwer, von einer in die nächste Situation zu wechseln? Warum bummeln und trödeln sie vermeintlich am meisten, wenn wir es selbst am eiligsten haben? Und warum sind diese kleinen Menschenwesen manchmal so unglaublich stur, wenn es um Abläufe geht?

Die Antwort ist: Weil ihr Hirn noch nicht so flexibel auf Veränderungen reagieren kann, wie unsere Erwachsenenhirne. Und weil Kinder noch viel mehr im Hier und Jetzt leben und zeitliche Dimensionen gar nicht bis schlecht einschätzen können. Zumindest bis zu einem gewissen Alter.

Uns hat beschäftigt, wie wir es uns und unseren Kindern leichter machen können, kleine und große Übergänge gut zu meistern. Harmonisch und friedvoll. Unser Ansatz ist aus der bedürfnisorientierten Erziehung. Wir beschreiben also vor allem aus der Haltung der Gewaltfreien Kommunikation, wie wir mit dem Thema Übergänge im Alltag umgehen.

Was fällt Dir zum Thema Übergänge und Kinder ein? Welchen Aspekt möchtest Du gerne betrachten? Eher die kleinen, alltäglichen Situationen oder die großen Umbrüche? Kita-Eingewöhnung, Einschulung, Geburt eines Geschwisterkindes… Leg‘ los! Wir freuen uns auf Deinen Text.

Es gibt nur eine einzige Regel: Verlinke bitte unseren Beitrag. Selbstverständlich verlinken wir auch Deinen. Und wahrscheinlich fassen wir am Ende auch alle Teilnehmerbeiträge noch einmal in einem Extra-Text zusammen.

Birthes Aufruf zur Blogparade

Ein Thema, das alle betrifft, die Kinder haben. Aber auch die, die selbst einmal ein Kind waren, können sich vielleicht noch an diese Zeit erinnern. Man kann also davon ausgehen, dass jeder etwas zu diesem Thema beitragen kann. Deiner Teilnahme an der Blogparade steht also nichts mehr im Wege!

Alles Infos zur Blogparade findest Du unter: Kinder sind Gewohnheitstiere – Mit diesen 6 Tipps werden Situationswechsel leichter

Diese Blogparade läuft bis 15.08.2020.

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